Der Umzug ist geschafft

Ein kurzer Beitrag in eigener Sache. Lange war es nur Vorfreude nun hat sind wir endlich in unseren neuen Büroräumen und freuen und auch ganz in echt. Die neue Anschrift lautet:

Sindt Consulting

Haydnstraße 6

22761 Hamburg

Wir hoffen nun, dass wir bald auch Telefon und eine ernst zu nehmende Internetverbindung haben….

Unsere neuen Räume


Facebook als Pranger – ein Schritt in Richtung Selbstjustiz

Wer kennt sie nicht, die Aufforderung Bilder oder Statusmeldungen auf Facebook zu teilen. Oftmals ist damit ein ganz konkretes Anliegen verbunden, welches sich bei Firmen zum Shitstorm ausweiten kann, manchmal stecken aber auch ganz persönliche Schicksale dahinter.

Vermisste Kinder und Freunde wurden nun schon mehrfach via „Facebookfahndung“ wiedergefunden, manche sind allerdings auch nur einfach im Urlaub gewesen. Es ist ein schmaler Grad zwischen ernsthafter, dringender und falscher Sorge, der ein genaues Hinschauen erzwingt, eine Kompetenz die sich Behörden über Jahre angeeignet haben (sollten), Personen bei Facebook sind hier deutlich emotionaler geleitet – weil es ja nur ein Klick ist. Personen, die solche Aufforderungen verbreiten, hoffen auf eben dieses Mitleid vieler und werden bei Facebook selten enttäuscht.

Gestern ist in meiner Timeline nun ein ganz besonderer Fall aufgetaucht. Da sucht ein Vater einen Jungen, der seine Tochter auf dem Alstereisvergnügen umgefahren hat. Dabei hat sich die Tochter Verletzungen am Arm und im Gesicht zugezogen. So jedenfalls die Darstellung des Vaters. Der Junge ist nach dem Zusammenstoß weggefahren und hat sich nicht um die Tochter gekümmert. Kurz zuvor wurde der Junge allerdings fotografiert und eben dieses Bild ist jetzt bei Facebook veröffentlicht mit der Bitte diesen Jungen ausfindig zu machen.

Um es vorweg zu sagen, ich finde es ein unverantwortliches Handeln welches mehr als eine Frage aufwirft, die sich der Vater vor der Veröffentlichung hätte stellen müssen, auch wenn er vielleicht in einer emotionalen Stresssituation war.

  • Muss ich als Teilnehmer an einem Event wie dem Alstereisvergnügen nicht einfach mit Unfällen rechnen? (Wenn ich Fussballspiele muss ich auch mit einer Verletzung rechnen)
  • Wenn ich Schlittschuh laufe, muss ich nicht damit rechnen mit anderen zusammenzustoßen und vielleicht auch hinzufallen?
  • Was sollt mit dem Jungen passieren wenn er gefunden wird?
  • Ist es nicht ein nachvollziehbares Verhalten für jemanden zwischen 12 und 15 Jahren dass er wegläuft?
  • Hat der Junge keine Persönlichkeitsrechte, die der Vater durch seine quasi öffentliche Fahndung massiv verletzt?
  • Was hätte der Junge auch konkret tun können? „Tschuldigung“ sagen, vermutlich hat der Vater ja die Erstversorgung übernommen.

Neben dem Vater müssen aber auch die Personen (und ja ich habe solche in meiner Timeline) sich die Fragen gefallen lassen, die gedankenlos alles teilen, was irgendwie nach Hilfe aussieht, ohne Dinge zu Hinterfragen. Ein Facebookphänomen, welches zuletzt in den sehr kalten Tagen in Hamburg beobachtet werden konnte, als hunderte die Seite und Telefonnummer eines Hilfsprojektes teilten, welches Nachts mit einem Bus durch Hamburg fährt und Obdachlose mit warmen Getränken und Speisen versorgt. Die geteilte Information beinhaltete die Aufforderungen diesen Bus zu rufen, wenn jemand einen Obdachlosen in einer Notsituation sieht. In den Kommentaren beglückwünschen sich die User gegenseitig, wie toll ihr soziales Engagement ist. Aber:

  • der Bus fährt eine feste Route zur Verteilung der Lebensmittel und ist nicht für Notfälle zuständig
  • Notfälle werden von wem bearbeitet: Richtig der Feuerwehr und die Nummer sollte jede/r im Kopf haben
  • Gerade in den kalten Tagen fehlte es konkret dem Projekt an allem.

Statt was zu spenden oder gar selbst einfach mitzufahren oder dem Obdachlosen an der Ecke einen warmen Tee zu reichen, wird bei Facebook das Gutmenschentum hochgehalten. (Natürlich gibt es Menschen die direkt helfen und solche Meldungen teilen, da die Meldung aber tausendfach geteilt wurde, dürfte es der Logik nach in Hamburg kein Leid mehr geben)

Ich möchte niemanden vorwerfen, dass er nicht hilft, nicht spendet oder sonst was, aber einfach immer irgendwas teilen unter dem Deckmantel der Hilfe, ohne zu schauen, was da unterstützt wird halte ich für Augenwischerei und Selbstbeweihräucherung. Eben wie dieser Junge auf dem Alstereisvergnügen, der sich nach den bekannten Schilderungen sicher nicht vorbildlich verhalten hat, aber ihn öffentlich an den Pranger stellen halte ich für schlimmer.


Mehr Follower bei Twitter mit Twiends, Fanslave und Co?

Twitter-Twiends-Fanslave-und-Co

Nichts funktioniert besser als Content

Die Angebote sind verlockend. Keine Follower für Twitter kaufen, sondern über eine ausgefeilte Tauschbörse mit einer Scheinwährung selbst generieren. Ob Fanslave oder Twiends, das Prinzip ist immer ähnlich: Durch Interaktion (also das Folgen von anderen Nutzern) erarbeite ich mir Credits, die ich wiederum einsetzen kann um selbst neue Follower zu generieren. Der versprochene Vorteil gegenüber Followerkäufen etwa bei ebay: Es sind wirkliche Personen die dort handeln. Und so ist es wirklich aufregend zu beobachten, wie schnell die Zahl der Follower nach oben schnellt, nachdem man sich dort angemeldet hat. Die Sache hat meiner Meinung nach aber einen nicht ganz unerheblich Hacken:

Alle Beteiligten in dem System haben nur ein Ziel: Sie möchten mehr Follower erhalten. Da ein Twitteraccount dann besonders „gut“ ausschaut, wenn es mehr Follower gibt, als selbst gefolgten, ergibt sich daraus ein Interessenkonflikt der einfach gelöst werden kann und in der Praxis auch so betrieben wird. Es wird fleißig entfolgt. Nachdem durch das Folgen Credits erwirtschaftet wurden, steigt die Zahl der eigenen Follower sofort an, denn auch diese möchten ja Credits erwirtschaften. Nach dem kurzfristigen Anstieg sinkt die Zahl der Follower binnen Stunden wieder, nicht selten auf das Anfangsniveau.

Bei verschiedenen Projekten habe ich nach 24 Stunden von Twiends.com eine Mail erhalten, in der genau dieses Phänomen beschrieben wurde, mit dem sinngemäßen Hinweis, dass ein paar aber sicher bleiben würden, so würde Twitter halt funktionieren. Nun ist es wirklich keine Arbeit stundenlang auf den Plattformen Personen zu folgen um sich so die Credits zu erarbeiten, nachhaltigen Erfolg in der Social-Media-Kommunikation wird es aber nicht zur Folge haben. Das Ziel ist es ja in Interaktionen zu treten und das passiert mit diesen Followern ähnlich intensiv wie mit auf ebay gekauften. Einzig es sieht deutlich besser aus 1.000 Follower zu haben als 300 – mehr aber auch nicht.

So bleibt die Erkenntnis, dass die Bereitstellung von gutem, uniquen Content immer noch der beste aber auch langsamste Weg zu einer großen Fangemeinde ist.


Virtual Office Miami – neuer Kunde mit interessantem Service

Virtual Office Miami

Virtual Office Miami

Miami Virtual Offices bietet für Unternehmer, Betriebe und Firmen die Nutzung einer repräsentativen Adresse in Miami, USA. Miami Virtual Offices ermöglicht eine unkomplizierte und effiziente Abwicklung von Auslandsgeschäften. Die Angebote umfassen die Nutzung der virtuellen Adresse in Downtown Miami für den geschäftlichen Briefverkehr, einem professionellen Telefonservice mit lokaler Telefonnummer, Firmenansage auf dem Anrufbeantworter, sowie die Weiterleitung der eingehenden Anrufe, Faxe und E-Mails. Zudem ist die Annahme der Anrufe durch professionelle Telefonrezeptionisten möglich. Darüber hinaus können die Büroflächen in dem repräsentativen Bürokomplex in Downtown Miami mit Konferenzräumen, Empfang und geschultem Empfangspersonal genutzt werden. Alle Büroplätze und Konferenzräume sind mit modernster IT- und VOIP-Systemen ausgestattet und ermöglichen so einen reibungslosen Ablauf der Geschäfte, bei denen auf Wunsch das Team von Miami Offices unterstützend tätig wird.

 

Über Miami Virtual Offices können Unternehmer wie Anwälte, Unternehmensberater, Marketing- und Werbeagenturen und Makler eine internationale Adresse nutzen, um sich als global agierendes Unternehmen auf dem Weltmarkt zu präsentieren. Virtual Offices Miami bieten dazu den flexiblen und kostengünstigen Zugang zu einem umfassenden Büroservice zur Abwicklung von Auslandsgeschäften.

Virtuelle Adresse

Die virtuelle Adresse in Downtown Miami ist nicht nur repräsentativ, sondern ermöglicht einen professionellen Auftritt des Unternehmens im Ausland. Über die Angabe einer Adresse in Miami als Geschäftsadresse vereinfacht sich der Briefverkehr im Ausland. Dabei wird eingehende Post umgehend weitergeleitet, so dass eine schnelle Abwicklung der Geschäfte ermöglicht wird.

Alle Informationen unter: www.virtual-office-address.de

 


Das Xing-Profil

Seit Jahren wundere ich mich über Personen, die auf Ihrem Xing-Profil unter “Ich suche” und “Ich biete” identische Stichwörter aufzählen. Der Grund ist wahrscheinlich recht einfach: sie wollen mit möglichst vielen Stichworten gefunden werden. Deswegen steht bei “Ich biete: Webdesign” und bei “Ich suche: Aufträge für Webdesign”, aber spricht es potentielle Auftraggeber wirklich an, oder sind diese nicht eher abgeschreckt aufgrund der Masse und Unklarheit der benutzten Stichwörter. Wirkt es nicht seriöser, wenn unter den beiden Stichwörtern, dass steht, was wirklich angeboten beziehungsweise gesucht wird? Ich finde schon und bin deswegen immer wieder über diese überfrachteten Xing-Profile verwundert.


Das Internet 2011 in Zahlen

Der Blog des US-Unternehmens Pingdom hat sich die Mühe gemacht und ausführliche und interessante Zahlen zum Internetjahr 2011 zusammengetragen. Der Originalartikel kann hier angeschaut werden. Im folgenden zitiere ich die wichtigsten Zahlen:

Email

  • 3.146 billion – Number of email accounts worldwide.
  • 27.6% – Microsoft Outlook was the most popular email client.
  • 19% – Percentage of spam emails delivered to corporate email inboxes despite spam filters.
  • 112 – Number of emails sent and received per day by the average corporate user.
  • 71% – Percentage of worldwide email traffic that was spam (November 2011).
  • 360 million – Total number of Hotmail users (largest email service in the world).
  • $44.25 – The estimated return on $1 invested in email marketing in 2011.
  • 40 – Years since the first email was sent, in 1971.
  • 0.39% – Percentage of email that was malicious (November 2011).

Websites

  • 555 million – Number of websites (December 2011).
  • 300 million – Added websites in 2011.

Web servers

  • 239.1% – Growth in the number of Apache websites in 2011.
  • 68.7% – Growth in the number of IIS websites in 2011.
  • 34.4% – Growth in the number of NGINX websites in 2011.
  • 80.9% – Growth in the number of Google websites in 2011.

Domain names

  • 95.5 million – Number of .com domain names at the end of 2011.
  • 13.8 million – Number of .net domain names at the end of 2011.
  • 9.3 million – Number of .org domains names at the end of 2011.
  • 7.6 million – Number of .info domain names at the end of 2011.
  • 2.1 million – Number of .biz domain names at the end of 2011.
  • 220 million – Number of registered domain names (Q3, 2011).
  • 86.9 million – Number of country code top-level domains (.CN, .UK, .DE, etc.) (Q3, 2011).
  • 324 – Number of top-level domains.
  • 28% – Market share for BIND, the number one DNS server type.
  • $2.6 million – The price for social.com, the most expensive domain name sold in 2011.

Internet users

  • 2.1 billion – Internet users worldwide.
  • 922.2 million – Internet users in Asia.
  • 476.2 million – Internet users in Europe.
  • 271.1 million – Internet users in North America.
  • 215.9 million – Internet users in Latin America / Caribbean.
  • 118.6 million – Internet users in Africa.
  • 68.6 million – Internet users in the Middle East.
  • 21.3 million – Internet users in Oceania / Australia.
  • 45% – Share of Internet users under the age of 25.
  • 485 million – Number of Internet users in China, more than any other country in the world.
  • 36.3% – Internet penetration in China.
  • 591 million – Number of fixed (wired) broadband subscriptions worldwide.

Social media

  • 800+ million – Number of users on Facebook by the end of 2011.
  • 200 million – Number of users added to Facebook during 2011.
  • 350 million – Number of Facebook users that log in to the service using their mobile phone.
  • 225 million – Number of Twitter accounts.
  • 100 million – Number of active Twitter users in 2011.
  • 18.1 million – People following Lady Gaga. Twitter’s most popular user.
  • 250 million – Number of tweets per day (October 2011).
  • 1 – #egypt was the number one hashtag on Twitter.
  • 8,868 – Number of tweets per second in August for the MTV Video Music Awards.
  • $50,000 – The amount raised for charity by the most retweeted tweet of 2011.
  • 39 million – The number of Tumblr blogs by the end of 2011.
  • 70 million – Total number of WordPress blogs by the end of 2011.
  • 1 billion – The number of messages sent with WhatsApp during one day (October 2011).
  • 2.6 billion – Worldwide IM accounts.
  • 2.4 billion – Social networking accounts worldwide.

Web browsers

Mobile

Videos

  • 1 trillion – The number of video playbacks on YouTube.
  • 140 – The number of YouTube video playbacks per person on Earth.
  • 48 hours – The amount of video uploaded to YouTube every minute.
  • 1 – The most viewed video on YouTube during 2011 was Rebecka Black’s “Friday.”
  • 82.5% – Percentage of the U.S. Internet audience that viewed video online.
  • 76.4% – YouTube’s share of the U.S. video website market (December 2011).
  • 4,189,214 – Number of new users on Vimeo.
  • 201.4 billion – Number of videos viewed online per month (October 2011).
  • 88.3 billion – Videos viewed per month on Google sites, incl. YouTube (October 2011).
  • 43% – Share of all worldwide video views delivered by Google sites, incl. YouTube.

Images

  • 14 million – Number of Instagram accounts created during 2011.
  • 60 – The average number of photos uploaded per second to Instagram.
  • 100 billion – Estimated number of photos on Facebook by mid-2011.
  • 51 million – Total number of registered users on Flickr.
  • 4.5 million – Number of photos uploaded to Flickr each day.
  • 6 billion – Photos hosted on Flickr (August 2011).
  • 1 – Apple iPhone 4 is the most popular camera on Flickr.

What’s in store for 2012?

For 2012, there’s every reason to think that the Internet, by any measure, will keep growing. As we put more of our personal as well as professional lives online, we will come to rely on the Internet in ways we could hardly imagine before. For better or worse, the Internet is now a critical component in almost everything we do.

We will be back again early next year to wrap up 2012. In the meantime, you may also want to check out our annual summaries for 20082009, and 2010.

 

Hier abermals der Link zum Original


Referenzen in der Unternehmenskommunikation

Die Bedeutung der Darstellung von Referenzen und Bewertungen für kleine und mittelständische Unternehmen kann gar nicht genug betont werden. Schaut man sich die Statistiken von entsprechenden Internetseiten an, hat die Referenzenseite immer einen oberen Platz sicher. Aber nicht nur im Internet sind Referenzen wichtig, auch im klassischen Verkaufsgespräch kommt das Thema immer wieder auf Referenzen. Wer hier gut vorbereitet ist, kann Punkten – wenn die Referenzen glaubwürdig sind. Fakes fallen schnell durch und das Vertrauensverhältnis ist schon vor Geschäftsabschluss gestört. 

In der Unternehmenskommunikation können Referenzen auf unterschiedliche Art und Weise präsentiert werden. Egal ob im Internet, in Broschüren oder anderen Werbemitteln sollten Sie darauf achten, dass die Zustimmung des Kunden vorliegt.

Wie kann eine Referenz präsentiert werden?

  1. Die simpelste Art ist die einfache Nennung des Kundennamens in einer Auflistung.
  2. Schöner ist die Darstellung der Referenz mit dem Logo des Kunden. Im Internet sollte die Referenz mit einem Link (im neuen Fenster) versehen, damit sich der Interessierte sofort ein Bild machen kann.
  3. Wenn der Kunde bereit ist ein kurzes Statement zu der Zusammenarbeit zu geben, wirkt die Referenz noch glaubwürdiger. Allerdings muss auch der Name der Person und im ideal Fall ein Bild dabei sein, damit für Außenstehende die Referenz authentisch wirkt. Einfach „ein Kunde“ erzeugt ein gegenteiliges Gefühl.
  4. Projektbeschreibungen und Case Studies erlauben ein tiefergehenden Eindruck von der Arbeit. Es gibt viele Bereiche, in denen dies jedoch nicht möglich ist.
  5. Wenn der Kunde es zulässt und es auch für ihn einen Mehrwert bietet, kann gemeinsam geworben werden.

Präsentationsflächen der Referenzen

  1. Im Vertrieb sollte der Verweis auf Referenzen in keiner Präsentation fehlen. Sei es im persönlichen Gespräch, einer Unternehmensvorstellung oder in einer Ausschreibung. Die Referenz soll dabei die Kompetenz untermauern den Auftrag wunschgemäß auszuführen.
  2. In der Außendarstellung gehören die Referenzen auf jeden Fall gut sicht- und auffindbar auf die Internetseite. Daneben kann es sinnvoll sein, sie auch in Imagebroschüren und anderen Werbemitteln zu nennen, hier allerdings deutlich ausgewählter.
  3. In Publikationen, klassischer PR, Online-PR oder Fachbeiträgen kann die Nennung des Kunden eine positive Wirkung haben, was Glaubwürdigkeit und Seriosität betrifft. Reden, in denen immer von riesigen Projekten gesprochen wird, aber wirklich nie ein Hinweis kommt, wer dahinter steckt wirken bald aufgesetzt.

Soziale Netzwerke aus Deutschland verlieren Reichweite

Das Gefühl war richtig. Die deutschen sozialen Netzwerke verlieren an Boden und spielen für Unternehmenskommunikation kaum noch eine Rolle. Statista hat nun die aktuellen IVW-Zahlen in eine Grafik verbaut, die den Absturz noch verdeutlicht. Einzig Xing hält sich stabil, ob das bei dem weiteren Voranschreiten von LinkedIn so bleibt, werden wir im nächsten Jahr sehen.

Deutsche Soziale Netzwerke verlieren an Reichweite

Deutsche Soziale Netzwerke verlieren an Reichweite


Ist es ein Shitstorm? Was soll ich machen?

In meinen Timelines bei Twitter und Facebook dominierte das Thema Shitstorm in den vergangenen Wochen immer wieder. Mal ging es deutlich mehr berechtigt um Tierquälerei in den Austragungsländern der kommenden Fußballeuropameisterschaft, und die Verantwortung der Hauptsponsoren. Dann deutlich weniger berechtigt gegen einen Werbespot einer Bank, die mit einem Basketballsuperstar in einer Metzgerei wirbt.

Neben den großen und kleinen Shitstorms dieser Zeit liefen parallel immer Diskussionen was ein Shitstorm überhaupt ist und wie dem zu entgegnen ist, beziehungsweise wie die betroffenen Unternehmen damit umgehen sollten. Folgende schwammige Definition fand ich so, oder so ähnlich in vielen Beiträgen

Wenn sich  kritische Kommentare zu Ihrem Unternehmen auf Social-Media-Kanälen häufen, gleichsam zu einer Lawine von Unmutsbekundungen verdichten und das Image Ihres Unternehmens unter sich zu begraben drohen, spricht man von Shitstorm.“

Problem an einer solchen Definition: Was ist „häufen“, wann ist es ein Lawine auf die ernsthaft reagiert werden muss? Dies kann für jedes Unternehmen unterschiedlich ausfallen, als Referenzgröße sollten via Google Alerts oder RSS Feeds bestimmte Keywords dauerhaft überwacht werden, wenn sich dann eine Häufung erkennen lässt, die vielleicht auch noch im Zusammenhang mit einem negativen Bericht steht, sollten die Alarmglocken spätestens angehen.

Wichtig ist, dass angemessen auf die gehäuften Unmutsäußerungen reagieren wird, Kommentare einfach löschen gehört nicht in die Kategorie und wird das Problem mit einer hohen Wahrscheinlichkeit verschlimmern. Kommunikative, direkte Reaktionen haben sich als probates Mittel herausgestellt ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen. Wie bei den meisten sozialen Aktionen gibt es verschiedenen Hauptakteure die identifiziert und persönlich angesprochen werden sollten. Hierbei ist es auch wichtig Gesicht zu zeigen, also nicht nur den Firmenaccount nutzen. Im direkten Umgang ist es ratsam immer absolut  sachlich zu bleiben und nur auf solche Argumente und Diskussionsbeiträge aktiv einzugehen. Ein Verweis auf eine allgemeine Netiquette kann hilfreich sein, die Diskussion zu versachlichen. Wenn Kommentare gelöscht werden, weil sie beleidigend und unflätig sind, sollte dies ebenfalls offen kommuniziert werden. Die Diskussion in einen eigenen Reiter im Facebookaccount zu verschieben kann oftmals auch zur Entspannung und Versachlichung beitragen. Dies signalisiert, dass die Beschwerden ernstgenommen werden und es eine Möglichkeit gibt mit den Verantwortlichen im Unternehmen in Kontakt zu treten. Auch wenn die Shitstormer so vielleicht nicht direkt beruhigt werden, ist es für die schweigenden Follower ein wichtiges Zeichen.

 

Nicht jede Unmutsäußerung in einem sozialen Netzwerk ist gleich ein Shitstorm, aber fast jede Unmutsäußerung kann sich zu einem entwickeln, von daher sollten frühzeitig Kommentare ernstgenommen und entsprechend darauf reagiert werden.


Unser Jahr 2011

2011 Sindt Consulting

Unser Jahr 2011 in Zahlen


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 198 other followers