Social-Media in der Gastronomie: Was hat sich bewährt?

Heute kam mit der Septemberausgabe der FIZZZ ein Bericht über Tops und Flops im Social-Media-Marketing. Der Ansatz, dass Aktionen bei Groupon und anderen Anbietern für den Gastronomen oftmals keinerlei langfristigen Effekt haben und auch nicht zur kurzfristigen Umsatzsteigerung beitragen, habe ich oftmals schon in meinen Social-Media-Seminaren für Gastronomen vertreten und habe dort ähnliches Feedback erfahren.

In dem FIZZZ-Bericht heißt es, Gastronomen hätten keinerlei Berührungsängste neue Marketingstrategien im Web auszuprobieren, da sie sich durch Social Media neue und schnellere Absatzwege versprechen. Wenig überraschend sei schon seit langem sei klar, dass Facebook hierbei die führende Position einnimmt. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da Facebook das reichweitenstärkste Medium ist und durch einfache Verknüpfungen mit Twitter und weiteren Diensten synchronisiert werden kann.

Allerdings ist auch nicht zu verkennen, dass sich die Gegebenheiten der Kommunikations- und Marketingkanäle im Laufe der Zeit verändert haben. Trotz eines Anstiegs der User, lässt sich einen stagnierende Wirkung erkennen. Die Dialogbereitschaft sinkt, da es sich nicht mehr um eine neue Attraktion handelt, sondern um einen alltäglichen Prozess. Der User wird demnach in seinem Handeln träge und nutzt die Möglichkeit der Kommunikation nicht mehr so ausgiebig, wie es zu Beginn der Fall war.

Trotz alledem handelt es sich bei Facebook und Twitter weiterhin um die bewehrtesten sozialen Netzwerke, mit der höchsten Kommunikationsrate. Es lohnt sich also, dort Zeit zu investieren um bei den Kunden einen guten (ersten) Allgemeineindruck zu hinterlassen, da die meisten Menschen trotz sinkender Kommunikationsbereitschaft in diesen Plattformen unterwegs und erreichbar sind.

Mit Alternativen wie Groupon wird zum Teil eher das Gegenteil erreicht. Durch die Nutzung von Groupon werden zwar gute Verkaufszahlen erreicht, doch mit was für einem langfristigen Erfolg, wenn die Qualität der Leistung in den Augen meiner (Stamm-)Kunden sinkt? Die Wahrnehmung des Kunden wird aufgrund der erhöhten Besucherzahlen nach Angaben eines Gastronomen in erster Linie durch lange Wartezeiten und einen schlechten Service geprägt. Das kann nicht das Ziel sein!

Ziel von Grouponaktionen ist es durch satte Rabatte Stammkunden zu gewinnen. Doch die immer wieder erwähnten 10-15 Prozent Rücklaufquote bleiben aus, denn bei den neu gewonnenen Kunden handelt es sich in den meisten Fällen um „Schnäppchenjäger“. Das heißt, trotz des Gewähren eines Rabattes von 50 Prozent oder auch mehr, erhält man nur wenig bis gar keine neuen Stammkunden. Stattdessen erzielt man in vielen Fällen einen Verlust, da durch einem Rabatt von 50 Prozent und einem weiteren Provisionsabzug von circa 50 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer, nicht mehr genug übrig bleibt um die eigenen Kosten zu decken.

Die anfängliche Euphorie, die durch die steigenden Verkaufszahlen hervorgerufen wird, wandelt sich also schon bald durch mangelnden Erfolg in tiefste Enttäuschung.

Warum also Groupon oder Ähnliches? Dies bringt nur in den seltensten Fällen neue Stammkunden noch langfristigen finanziellen Erfolg. Schließlich bleiben also doch Facebook, Twitter, Qype und die eigene Homepage die effektivsten Kommunikationskanäle. Es wird meiner Meinung noch eine Weile dauern, bis diese durch andere abgelöst werden.

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