Apple bald mit eigenem Sozialen Netzwerk? Macht das Sinn?

Lange waren es StudiVZ und Co, dann kamen Xing, LinkIn und der Platzhirsch Facebook dazu. Ein Twitter-Account gehört natürlich zur Grundausstattung und wer was auf sich hält ist bei Google+. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass Apple mit einem eigenem Sozialen Netzwerk auf den Markt kommen möchte, was neben klassischen Funktionen den FreudeFinder mit im Gepäck hat. Ich kann also auf meinem Smartphone sehen, wer gerade im Café um die Ecke sitzt oder sich sonst irgendwie in der Nähe aufhält. Zudem wird über eine komfortable Funktion via iCloud gemunkelt, mit der Bilder und Videos leicht geteilt werden können.

Bestimmt eine tolle Idee, und bestimmt auch schön anzuschauen, aber die Frage muss erlaubt sein: Wozu brauchen wir das x-te Soziale Netzwerk? Schon jetzt erlauben es Schnittstellen, dass ein und der selbe Inhalt gleichzeitig und voll automatisiert in verschiedenen Netzwerken zu sehen ist. Niemand kann es mehr schaffen alle seine Netzwerke zu monitoren, dafür fehlt schlicht die Zeit und in vielen sind die Inhalte ja auch identisch.

Für Firmen ist der Vorteil von Sozialen Netzwerken, dass sie aktiv mit ihren Kunden in Kontakt treten könne. Die soziale Komponente ist dabei der ausschlaggebend USP, zumindest bei Firmen die erfolgreich die Netzwerke nutzen. Daneben sind Zielgruppengenauigkeit und Reichweite positive Aspekte, warum sich gerade Facebook größter Beliebtheit erfreut. Derzeit wird recht engagiert über Klarnamen und Unternehmensseiten bei Google+ diskutiert, und wie dieses Medium effektiv von Firmen genutzt werden kann (abgesehen von der Bedeutung für das Google-Ranking). Wichtigster Aspekt hierbei ist sicherlich, das Werbung auf Google sozialer wird, also die Suchergebnisse und die geschaltete Werbung mit den Vorlieben der Freunde ins Verhältnis gesetzt werden. Erste Anzeichen sind schon mit dem Plus-Button in der Suche erkennbar. Sinn und Zweck von Google+ sind klar erkennbar, geben aber keine Antwort auf die Frage: Wieso nun ein Netzwerk von Apple? Wie soll das alles unter einen Hut gebracht werden?

Oder bedeutet die Pluralität der Netzwerke den schleichenden Tod des gesamten Genres, weil niemand mehr durchsteigt und auch niemanden mehr findet den er wirklich kennt und nur noch von Werbung und Profischreibern umgeben ist? Denn das entscheidende ist doch, auch für Werbetreibende, dass die Netzwerke aus wirklich bestehenden sozialen Kontakten bestehen, ansonsten verlieren sie ihren Sinn und Charm. Sinkende aktive Nutzer, vor allem bei jüngeren Menschen, könnten ein erstes Anzeichen dafür sein.

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