Der Online Motor Deutschland

Heute war Googles Online-Motor-Deutschland-Truck zu Gast in Hamburg. Die Erwartungen waren niedrig, entsprechend war die Enttäuschung auch relativ gering. Neben den Werbepartnern präsentierte sich vor allem Google mit einer Vielzahl von Beiträgen über die Bedeutung des Internets für Unternehmen jeglicher Größe.

Diese nicht gerade innovative These wurde mit einer Vielzahl von Zahlen untermauert. Laut Google haben schon 86 Prozent aller Deutschen einmal einen Kauf im Internet getätigt, aber nur 13 Prozent aller Unternehmenswebseiten bieten was zum Kauf an. Aus dieser Differenz wurde ein riesiges Potential für Webshops abgeleitet. Vergessen wird dabei, dass es ja viele Leistungen von Unternehmen gibt, die nicht direkt gekauft werden können. Dann dient die Unternehmenshomepage vor allem der Informationsvermittlung. Warum dies nicht bedacht wurde, erschließt sich mir auch mit ein paar Stunden abstand nicht.

Deutlich spezifischer ging es in den Workshops weiter, zunächst über die Verbesserung der Userfreundlichkeit der eigenen Homepage und in einem zweiten Block um die Werbemöglichkeiten bei Google. Auch hier gab es interessante Vorträge, die meiner Meinung nach aber ebenfalls ein wenig an der Zielgruppe vorbeigingen.
Bei der Userfreundlichkeit wurden wirklich schlimme Seiten von Kleinunternehmen – zumeist anonyme Handwerker – gezeigt, als Positivbeispiel kamen dann Seiten von Zalando, The North Face, Bahn, SAP und Ergo-Versicherungen. Warum keine Seiten von kleineren Unternehmen, die vielleicht auch mit kleinem Budget erstellt wurden und trotzdem gut und ansprechend sind? Warum sollen sich KMU in ihrer Außendarstellung mit solchen Größen vergleichen? Senkt dies vielleicht nicht die Motivation, was an der eigenen Seite zu ändern? Wenn man mal Preise für manche der gezeigten Formulare erfragt hat, kann einem schnell schwindelig werden. Aber es gibt ja die Möglichkeiten, tolle Sachen für kleines Budget zu machen, genau darin liegt ja der Reiz des Internets. Da hätte ich mir ein wenig mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. Ähnlich verhielt es sich dann in dem Vortrag über Display-Werbung, die unwidersprochen viel kann, aber erstmal die Werbung in der Suche optimieren, bis man sich auf das Display stürzt, wäre mein Tipp für Einsteiger.

Insgesamt ein informativer Vormittag für Unternehmer, die erste und zweite Schritte im Internetmarketing gehen möchten, wenn sie sich nicht durch die gezeigten Beispiele haben abschrecken lassen.

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