Marketingaufwand vs. POS

Am Wochenende einkaufen, mit den Kindern etwas unternehmen, ausgehen oder was auch immer. Am Wochenende ist der geneigte Marketingberater Kunde. Und das ist leider nicht immer ein Vergnügen und lässt einen daran zweifeln, ob die Arbeit unter der Woche immer so sinnvoll ist.

Die Überlegung ist folgende: Es wird viel investiert um Kunden in die Geschäfte zu locken, es werden Begehrlichkeiten geweckt und Angebote in die Welt geschickt. Aber was passiert dann? Es wird dann immer noch viel Geld in die Ausgestaltung des Ladens, der Positionierung der Artikel und der Schaffung einer angenehmen Atmosphäre investiert. Und dann? Dann kommt der Faktor Mensch. Alle Investitionen waren vergebens, wenn Verkäufer/innen und Mitarbeiter/innen nun den Kunden schon am Eingang wieder vergraulen. Kein „Guten Tag“ oder „Kann ich Ihnen helfen“, nein pampige Antworten auf einfache Fragen. Diese Situation kennen zweifellos alle Menschen und sind sicher keine Einzelfälle und ziehen sich durch sämtliche Branchen.

Der Faktor Mensch schafft es also, alle Marketingbemühungen innerhalb von Sekunden zu zerstören, mit der Marketingweisheit als Folge, dass über negative Erfahrungen viel häufiger im Freundeskreis gesprochen wird als über positive. Gleichzeit können engagierte Verkäufer durch ein gutes Verkaufsgespräch, sinnvolle Ratschläge und Tipps deutlich zum Einkaufserlebnis beitragen und den Kunden so dauerhaft an ein Unternehmen binden. Verkäufer müssen also entsprechend geschult und sensibilisiert werden. Nicht selten resultiert ein negatives Verhalten auch aus zuviel Stress und einer (zumindest gefühlten) geringen Wertschätzung seitens der Vorgesetzten. Alle Marketingaktivitäten außerhalb des Geschäftes/Ladens verlieren ihren Mehrwert, wenn die Wertekette nicht bis zum letzten Glied gleich stark ist. Die Mitarbeiter müssen in diesen Prozess integriert werden, weil sie es sind, die das Gesicht und der personalisierte Kontakt zu einer Marke sind.

In einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Marketings darf diese Glied in der Verkaufsabfolge nicht vergessen werden, denn hier entscheidet der Kunde über Kauf oder Nicht-Kauf. Entsprechend müssen die Mitarbeiter geschult und kontrolliert werden, damit das Einkaufen auch ein (positives) Erlebnis wird.

 

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