Mehr Follower bei Twitter mit Twiends, Fanslave und Co?

Twitter-Twiends-Fanslave-und-Co

Nichts funktioniert besser als Content

Die Angebote sind verlockend. Keine Follower für Twitter kaufen, sondern über eine ausgefeilte Tauschbörse mit einer Scheinwährung selbst generieren. Ob Fanslave oder Twiends, das Prinzip ist immer ähnlich: Durch Interaktion (also das Folgen von anderen Nutzern) erarbeite ich mir Credits, die ich wiederum einsetzen kann um selbst neue Follower zu generieren. Der versprochene Vorteil gegenüber Followerkäufen etwa bei ebay: Es sind wirkliche Personen die dort handeln. Und so ist es wirklich aufregend zu beobachten, wie schnell die Zahl der Follower nach oben schnellt, nachdem man sich dort angemeldet hat. Die Sache hat meiner Meinung nach aber einen nicht ganz unerheblich Hacken:

Alle Beteiligten in dem System haben nur ein Ziel: Sie möchten mehr Follower erhalten. Da ein Twitteraccount dann besonders „gut“ ausschaut, wenn es mehr Follower gibt, als selbst gefolgten, ergibt sich daraus ein Interessenkonflikt der einfach gelöst werden kann und in der Praxis auch so betrieben wird. Es wird fleißig entfolgt. Nachdem durch das Folgen Credits erwirtschaftet wurden, steigt die Zahl der eigenen Follower sofort an, denn auch diese möchten ja Credits erwirtschaften. Nach dem kurzfristigen Anstieg sinkt die Zahl der Follower binnen Stunden wieder, nicht selten auf das Anfangsniveau.

Bei verschiedenen Projekten habe ich nach 24 Stunden von Twiends.com eine Mail erhalten, in der genau dieses Phänomen beschrieben wurde, mit dem sinngemäßen Hinweis, dass ein paar aber sicher bleiben würden, so würde Twitter halt funktionieren. Nun ist es wirklich keine Arbeit stundenlang auf den Plattformen Personen zu folgen um sich so die Credits zu erarbeiten, nachhaltigen Erfolg in der Social-Media-Kommunikation wird es aber nicht zur Folge haben. Das Ziel ist es ja in Interaktionen zu treten und das passiert mit diesen Followern ähnlich intensiv wie mit auf ebay gekauften. Einzig es sieht deutlich besser aus 1.000 Follower zu haben als 300 – mehr aber auch nicht.

So bleibt die Erkenntnis, dass die Bereitstellung von gutem, uniquen Content immer noch der beste aber auch langsamste Weg zu einer großen Fangemeinde ist.

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