Archiv der Kategorie: SEO

E-Mail-Marketing – zwischen Spam und zielgruppengerechter Werbung

Unter den Begriff Onlinemarketing werden bekanntlich verschiedenste Disziplinen wie Social-Media-Marketing, Suchmaschinenmarketing, SEO aber auch E-Mail-Marketing zusammengefasst. (eine recht subjektive Zusammenstellung verschiedener Onlinemarketingthemen kann sich unter dem Link angeschaut werden)

Das E-Mail-Marketing ist dabei in einem besonderen Spannungsfeld. Zum einen ist es schnell, kann zielgerichtet eingesetzt werden und ist zudem noch recht preiswert. Gleichzeitig macht es die Flut an Spam es immer schwieriger bis zum Adressaten durchzukommen – und auch das sammeln der Adressen ist nicht ganz einfach.

E-Mail-Marketing wird in seiner Funktionsweise oftmals mit Direktmarketing verglichen. Was Ansprache und Aufbau betrifft, stimmt dieser Vergleich. Allerdings gibt es einige Unterschiede, die den Vergleich hinken lassen und E-Mail-Marketing als eine eigenständige Disziplin erscheinen lassen. Direktmarketing per Post ist immer noch eine gute Möglichkeit einen Erstkontakt herzustellen. Hier sind die gesetzlichen Schranken am niedrigsten, der Eingriff in die Privatsphäre wird durch einen Brief oder eine Postwurfsendung als relativ gering eingestuft. Ganz anderes sieht es beim E-Mail-Marketing aus. Der User muss sich bewusst für den Newsletter anmelden, vorgeklickte Hacken oder die reine Anmeldung auf einem Portal reichen nicht aus. Es muss also schon mal einen intensiveren Kontakt mit dem potentiellen Kunden gegeben haben – ein elementarer Unterschied. Der zweite Hauptunterschied ist die Technik. Kann ein Brief vergleichsweise einfach verschickt werden, ist das E-Mail-Management und die Gestaltung des Newsletters doch aufwendiger, gerade mit der Anforderung im Hinterkopf, dass die Mail nicht im Spamordner landen soll. Auch wenn es viele Hilfsprogramme gibt, für einen Laien bleibt es schwierig.

Gleichzeitig ist die besondere Chance von E-Mail-Marketing, dass der Content zielgerichtet auf die Person individualisiert werden kann. Dies funktioniert sowohl im kleinen, wie die Sortierung nach Geschlecht, als auch im großen mit Retargetingfunktionen – wie sie etwa Amazon massiv einsetzt. Die Idee: ich habe mir einen Toaster angeschaut, aber nicht gekauft. Da ich mir aber den Toaster angeschaut habe, muss ich doch ein Bedürfnis nach einem neuen Toaster haben, also bin ich ein potentieller Kunde – und Amazon weiß das. Ein ungemeiner Vorteil gegenüber anderen Werbemaßnahmen.

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Der richtige Ort für Corporate Blogs

Contentmarketing ist derzeit eines der am meisten diskutierten Themen in Bezug auf Suchmaschinenmarketing – wobei meist gar nicht so viel diskutiert wird, sondern vielmehr vermeintliche Wahrheiten veröffentlicht werden. Dies gepaart mit den klassischen SEO-Ratgebern kann meiner Meinung nach zu ungünstigen Konstellationen auf Webseiten führen – aber der Reihe nach.

I. Die Ausgangslage

Nach den diversen Google-Updates rücken die Inhalte mehr und mehr ins Zentrum bei der Optimierung von Webseiten. Was zu deutlichen Abstrafungen von Linkfarmen geführt hat und Seiten, die großen Wert auf Usability und Informationen setzten nach vorne schob. So  weit nichts Neues.

 2. Die Links

Webkataloge, Branchenbücher und Linkfarmen spielen bei der Suchmaschinenoptimierung kaum noch eine Rolle. Auch der immer noch nicht gänzliche verschwundene PageRank liefert keinen allzu guten Ansatz, ob ein Link eine Seite nach vorne bringt. Contentgebundene Links sind das Gebot der Stunde. Artikel in echten Blogs und Zeitungen sind gefragt, aber schwer zu bekommen, eine Branche orientiert sich um und entwickelt mehr und mehr unique Inhalte, was vor allem dem User zu Gute kommt.

Blog als SEO-Instrument

Blog als SEO-Instrument

3. Der SEO-Tipp

Kein Ratgeber kommt ohne den Tipp aus, dass ein Unternehmen einen Corporate-Blog schreiben sollte. Die Ziele liegen auf der Hand. Ein Blog kann durch die eher lockere Schreibe mehr emotionalisieren und es ist auch immer ein Blick über den Tellerrand möglich, der vielleicht auf der Hauptseite Verwunderung auslösen wurde. Also einen Blog erstellen! Vorher aber einen Themenplan anlegen 😉

4. Die technische Seite

Jetzt nähern wir uns dem eigentlichen Problem: Wo tue ich meinen Blog hin? Erst gestern bin ich über ein Whitepaper eines namhaften Unternehmens gestolpert, welches sich sehr stark machte, das ein Blog unbedingt auf der Hauptdomain liegen müsse. Also in der Form: meinunternehmen.de/Blog Ein Standardtipp.

Für dieses Vorgehen gibt es eine ganze Menge guter Gründe und ist sicherlich nicht falsch – denn das ist mein zentrales Anliegen, es gibt kein richtig oder falsch, es muss vielmehr nach den Gegebenheiten geschaut werden. Oftmals kann es sinnvoller sein, den Blog auf eine andere Domain, etwa mein-starkes-Keyword.de auszulagern.

5. Kein richtig oder falsch

Am Anfang muss die Überlegung stehen, was möchte ich mit meinem Blog und wie schaut meine Hauptwebseite aus. Wenn die Hauptseite nur aus sehr wenig Text besteht, sollte der Blog auf jeden Fall auf der gleichen Domain liegen, um die Domain mit Content anzufüttern. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die Seite vor allem über die starken Contentseiten aufgerufen wird und der eigentliche Inhalt in den Hintergrund gerät.

Besteht die Hauptseite aus ansprechendem Content in ausreichender Menge – etwa bei Onlineshops, in denen viel Wert auf ausführliche Produktbeschreibungen gelegt wird, halte ich es für sinnvoller den Blog auf eine neue Domain bei einem anderem Hostingservice zu legen.

Der Grund ist für mich folgender: Mit einem externen Blog bin ich in der Lage die Links zu generieren, die für Google gerade hoch im Kurs sind. Thematisch passende Links von einer externen Domain. Dies bedeutet jedoch, dass ich mich um die Verbreitung des Blogs ähnlich intensiv kümmern muss, wie um meine Hauptseite, damit die Strahlkraft entsprechend groß wird. Früher waren mal Satelliten-Systeme beliebt, sind dann aber in Verruf geraten, weil nicht genügend Elan und Sorgfalt investiert wurden, so sind die Systeme schnell aufgeflogen und führten zur einer Abstrafung der Hauptseite. Gut gepflegt erreichen Satelliten selbstverständlich ihr Ziel. Die externe Domain hat zudem noch den Vorteil, dass keywordstarke Domains gewählt werden können. Man schafft sich seine starke Verlinkung quasi selbst.

Fazit

Die Anforderungen ans SEO ändern sich permanent und die Lösungen hängen immer mit der jeweiligen (Konkurrenz-) Situationen zusammen, weshalb es selten pauschale Lösungen gibt. Ein Blog ist eine gute Sache, wenn er regelmäßig gepflegt und aktualisiert wird. Ein veralteter Blog ist vielleicht fürs SEO gut, für das Image nicht.


Wenn sich beim SEO-Manager Panik breit macht…

Das Google Webmaster-Tool sollte bekanntlich in keinem SEO-Werkzeugkasten fehlen, was aber passiert, wenn das Lieblingswerkzeug nicht mehr richtig funktioniert – es macht sich Panik breit.

In der vergangenen Woche hat Google wohl Updates sowohl beim PageRank, als auch bei den Webmaster-Tool eingespielt, was in der Darstellung der Links zur eigenen Seite dramatische Folgen hatte. Fast alle Links zu Webseiten sind in der Auflistung verschwunden, bei genauerer Betrachtung waren besonders Links zu den Startseiten betroffen.

Für mich ist das Webmaster-Tool aus zwei Gründen besonders sinnvoll: Zum einen die Darstellung der Anzeigen in der Suche und zum anderen die Links zur eigenen Homepage. Crwalingberichte, Umleitungen und weiteres runden das Paket ab und machen es halt zu einem Lieblingswerkzeug.

Mittlerweile gibt es den Hilfeforen Statements von Google-Mitarbeitern, dass es sich um ein Darstellungsproblem handelt und schon an einer Lösung gearbeitet wird. Auswirkungen auf die SERPS soll es nicht geben, was sich auch mit meinen Beobachtungen deckt.

Abwarten dürfte als das Gebot der Stunde sein.


Happy Holidays

So wenig los hier!

In den vergangenen Wochen ist es hier etwas ruhiger geworden – aber nicht weil uns die Themen ausgegangen sind, sondern weil wir vor Weihnachten noch drei tolle Projekte fertig gestellt haben.

Für Fromm Seminare, einem Anbieter für Managementseminaren mit dem Schwerpunkt auf Rhetorikthemen, haben wir den Internetauftritt komplett überarbeitet und onlinegestellt. An dieser Stelle möchten wir besonders auf den ConnectigClub hinweisen. Eine tolle Veranstaltungsreihe, auf der es immer neue Inspirationen zu erleben und -lernen gibt – und das alles für einen unschlagbaren Preis. Es lohnt sich.

Auch premesports.de hat von uns eine neue Homepage erhalten. Für den Anbieter von exklusiven Sportevents haben wir verschiedene Webseiten zentral zusammengefasst und mit einer klaren, emotionalen Design versetzt.

Das dritte Projekt ist noch nicht ganz abgeschlossen – was in diesem Falle gut ist. Das Emilie Wüstenfeld Gymnasium hat sich entschieden, geplanten Lerninhalte für Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern offen und transparent auf einer Curricula-Webseite zu präsentieren. Die Lehrer/innen können selbstständig an den Lehrinhalten arbeiten und das Projekt weiterführen und -entwickeln. Wir haben dafür die technischen Voraussetzungen und einen ersten Grundstock an Inhalten geschaffen und sind gespannt wie es weitergeht.

Und sind die nächsten Pläne? Die ersten Projekte für das neue Jahr sind schon in der Pipeline. Neben den Ausbau unseres Seminarangebots, ist es in erster Linie ein größeres Portal rund um Ernährung für Tiere, welches uns derzeit beschäftigt.

Nun verabschieden wir uns in eine kurze Weihnachtspause, bedanken uns bei allen Kunden, Partnern und Lesern und wünschen

Happy Holidays!


Auswirkungen der eigenen Platzierung bei Google

Das die ersten Plätze bei Google besonders beliebt sind ist nichts Neues. Ebenso, dass sich ein Platz unter den ersten drei Treffern äußerst positiv auf den Traffic auswirkt. Aber wie groß ist dieser Effekt? Verschiedene Studien haben gezeigt, dass gut 50 Prozent des gesamten Traffics zu einem Suchbegriff auf die ersten vier Treffer entfallen. Die zweite Hälfte verteilt sich auf den Rest, wobei nur ein Bruchteil überhaupt noch auf die zweite Seite der Trefferliste klickt.

Vielen Seitenbetreibern ist gar nicht klar, welches Potential Ihnen zur Verfügung steht, wenn sie es schaffen auf die vorderen Plätze zu kommen. Gut konnten wir dies diese Woche bei einem unserer Kunden beobachten. Die Webseite war zu einem wichtigen (globalen) Stichwort konstant auf den Plätze 10-15 gelistet. Durch konsequenten Content- und Linkausbau ist diese Woche der Sprung auf den ersten Platz gelungen, was gleichzeitig einen fünffach höheren Traffic zu diesem einen Stichwort zur Folge hatte.

Auswirkung einer Top Platzierung auf Google für den Traffic

 

Die Graphik zeigt den Sprung ganz deutlich an. Eine solche Steigerung des Traffics wäre mit AdWords zu dem Stichwort für den Kunden nicht möglich gewesen, weshalb sich früh auf SEO und Contentmanagement konzentriert wurde, eine Taktik die aufgegangen ist. Langfristig lohnt sich meist eine strategische Suchmaschinenoptimierung, wenn eine realistische Chance besteht, auf die ersten Plätze zu kommen.


Sinn & Zweck einer kundenorientierten Suchmaschinenoptimierung

Viele Unternehmer, gerade von kleinen und mittelständischen Unternehmen, scheuen sich die die Dienste von (SEO-)Agenturen in Anspruch zu nehmen, weil das Gefühl nie ganz ausgeräumt werden kann, dass es sich um einen nicht ganz seriösen Geschäftszweig handelt. Mit einer guten Beratung des Kunden über Chancen und Risiken, kann sicherlich einiges an Vertrauen zurückgewonnen werden. Also welche Positionen sind mit welchem Aufwand/Budget erreichbar und ab wann lohnt es sich überhaupt. Grundlage hierfür ist die Definition und Herausarbeitung der wichtigsten Keywords für den Kunden und eine realistische Einschätzung der Konkurrenz um dieses Stichwort.

In den vergangenen Jahren habe ich es immer wieder erlebt, dass allein die konsequente Anwendung der klassischen Onpage-Maßnahmen zu einer spürbaren Verbesserung der Ergebnisse in den Suchmaschinen geführt hat. Wichtig hierbei war die Optimierung auf eine handvoll Keywords und die Suche nach möglichen relevanten Lücken. Statt einen vielleicht vergebens geführten „Kampf“ gegen große Konkurrenten einzugehen, sollten regionale und spezifische Aspekte dabei im Vordergrund stehen. Was bringt es mir, über eine lange Zeit auf ein umkämpftes Stichwort zu optimieren, obwohl irgendwann klar ist, dass mit dem zur Verfügung stehenden Budget keine vernünftige (muss mit dem Kunden definiert werden was das ist) Platzierung möglich ist. Dies setzt jedoch eine engagierte Auseinandersetzung mit den Produkten/Dienstleistungen des Kunden voraus, und meiner Erfahrung nach, hapert es oftmals an diesem Punkt. Zu uns in die Agentur kommen selten Kunden, die Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung auf fünf bis zehn Stichworte reduzieren können. Wenn dies jedoch gemeinsam geschafft ist, kann eine entsprechende SEO-Strategie entwickelt werden, die dann oftmals nicht besonders gigantisch ausfallen muss, sondern in einem überschaubaren Rahmen bleibt und trotzdem die definierten Ziele erreichen kann. Agenturen sollten ihren Kunden in den Mittelpunkt stellen und kundenorientiert arbeiten, so pauschal und platt es sich anhört, Standard ist es leider nicht.


Warum als Unternehmen eine Google+ Seite erstellen?

Der Nutzen der Social Networks – allen voran von Facebook – liegt bei der enormen Reichweite. Bei vielen Gesprächen ist die Reichweite das ausschlaggebende Argument, ob ein Unternehmen bei Facebook aktiv wird. Wie schaut es aber mit dem vermeintlichen Konkurrenten Google+ aus. Was kann hier das Argument sein?

Zwar ist Google+ nach dem Start vergleichsweise schnell gewachsen, richtig viel Aktivität kann aber noch nicht verzeichnet werden und in der breiten Massen ist Google+ meiner Einschätzung nach auch noch nicht angekommen.

Zwei Argumente müssen immer genannt werden, wenn es um ein Engagement in Googles sozialem Netzwerk geht:

  1. Die Suchergebnisse werden immer sozialer, sprich spezifischer werden. Entsprechend wichtig wird es sein, auf allen Kanälen aktiv zu sein, um hier möglichst gute Ergebnisse erzielen zu können. Dies wird in Zukunft sicherlich noch zunehmen. Auch ist zu vermuten, dass Google Unternehmensseiten besser rankt, die bei Google+ aktiv sind, als ähnliche Seiten, die dem Netzwerk fern bleiben.
  2. Google wird Google+ nicht fallen lassen, bloß weil bislang der ganze große Durchbruch ausgeblieben ist. Vielmehr wird es eine immer engere Verknüpfung der einzelnen Produkte geben, in deren Mittelpunkt mehr und mehr Google+ steht. Über kurz oder lang werden sehr viele User über einen Google+-Account verfügen.

Wie bei der Bewertung über Erfolg oder Misserfolg bei Facebook nicht allein die Followerzahl herangezogen werden sollte, sondern die Interaktivität und Viralität, so muss bei Google+ die Bedeutung für die Suchergebnisse und wiederum die Interaktivität als Maßstab dienen.

Die genaue Bedeutung für die Platzierung in den Suchergebnissen kann noch nicht genau bestimmt werden, dass es einen positiven Effekt gibt, wurde hingegen schon vielfach beobachten und nachgezeichnet. Google+ sollte also als ein SEO-Mittel mit sozialer Verankerung angesehen werden, weshalb es sinnvoll erscheint, sich eine separate kommunikative Strategie zu erarbeiten und nicht einfach den Content von Facebook eins zu eins zu übernehmen.