Wenn sich beim SEO-Manager Panik breit macht…

Das Google Webmaster-Tool sollte bekanntlich in keinem SEO-Werkzeugkasten fehlen, was aber passiert, wenn das Lieblingswerkzeug nicht mehr richtig funktioniert – es macht sich Panik breit.

In der vergangenen Woche hat Google wohl Updates sowohl beim PageRank, als auch bei den Webmaster-Tool eingespielt, was in der Darstellung der Links zur eigenen Seite dramatische Folgen hatte. Fast alle Links zu Webseiten sind in der Auflistung verschwunden, bei genauerer Betrachtung waren besonders Links zu den Startseiten betroffen.

Für mich ist das Webmaster-Tool aus zwei Gründen besonders sinnvoll: Zum einen die Darstellung der Anzeigen in der Suche und zum anderen die Links zur eigenen Homepage. Crwalingberichte, Umleitungen und weiteres runden das Paket ab und machen es halt zu einem Lieblingswerkzeug.

Mittlerweile gibt es den Hilfeforen Statements von Google-Mitarbeitern, dass es sich um ein Darstellungsproblem handelt und schon an einer Lösung gearbeitet wird. Auswirkungen auf die SERPS soll es nicht geben, was sich auch mit meinen Beobachtungen deckt.

Abwarten dürfte als das Gebot der Stunde sein.


Happy Holidays

So wenig los hier!

In den vergangenen Wochen ist es hier etwas ruhiger geworden – aber nicht weil uns die Themen ausgegangen sind, sondern weil wir vor Weihnachten noch drei tolle Projekte fertig gestellt haben.

Für Fromm Seminare, einem Anbieter für Managementseminaren mit dem Schwerpunkt auf Rhetorikthemen, haben wir den Internetauftritt komplett überarbeitet und onlinegestellt. An dieser Stelle möchten wir besonders auf den ConnectigClub hinweisen. Eine tolle Veranstaltungsreihe, auf der es immer neue Inspirationen zu erleben und -lernen gibt – und das alles für einen unschlagbaren Preis. Es lohnt sich.

Auch premesports.de hat von uns eine neue Homepage erhalten. Für den Anbieter von exklusiven Sportevents haben wir verschiedene Webseiten zentral zusammengefasst und mit einer klaren, emotionalen Design versetzt.

Das dritte Projekt ist noch nicht ganz abgeschlossen – was in diesem Falle gut ist. Das Emilie Wüstenfeld Gymnasium hat sich entschieden, geplanten Lerninhalte für Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern offen und transparent auf einer Curricula-Webseite zu präsentieren. Die Lehrer/innen können selbstständig an den Lehrinhalten arbeiten und das Projekt weiterführen und -entwickeln. Wir haben dafür die technischen Voraussetzungen und einen ersten Grundstock an Inhalten geschaffen und sind gespannt wie es weitergeht.

Und sind die nächsten Pläne? Die ersten Projekte für das neue Jahr sind schon in der Pipeline. Neben den Ausbau unseres Seminarangebots, ist es in erster Linie ein größeres Portal rund um Ernährung für Tiere, welches uns derzeit beschäftigt.

Nun verabschieden wir uns in eine kurze Weihnachtspause, bedanken uns bei allen Kunden, Partnern und Lesern und wünschen

Happy Holidays!


Stichwort Emotionalisierung

Im Zusammenhang mit Social-Media-Marketing fällt immer wieder das Stichwort Emotionalisierung. Die Werte einer Marke werden durch die Emotionalisierung greifbar und erlebbar gemacht. Hinzu kommt die Beobachtung, dass Filme und Bilder in den social Networks die größte Reichweite erzielen. Es sind nicht die nüchternen  Grafiken mit Testergebnissen oder das Video zum Wahlprogramm, sondern die Katzenbilder die geliked und geshared werden.

 

Kommunikationsverantwortliche stehen nun vor der Aufgabe, eine Marke so zu emotionalisieren, dass sie a.) den eigenen Werten entspricht und b.) eine möglichst hohe Bekanntheit erlangt. Es gibt Produkte/Marken bei denen ist es einfacher, bei rein technischen Artikeln fällt es schon schwerer. Einen besonderen Fall stellen Menschen dar, die sich selbst promoten. Also Schauspieler, Moderatoren, Starköche, Experten, Professoren, usw.usf. Wie schaffen sie es, sich selbst emotional greifbar darzustellen? Bei Schauspielern mag es noch nahe liegende Lösungen geben, bei einem Dozenten oder Physiotherapeuten wird es schon deutlich schwieriger. Neben Katzen und niedlichen Hunden lösen auch Kinder meist eine ganze Welle von Aktionen auf Facebook aus – was liegt also näher, als seine eigenen Kinder in den Fokus zu stellen.

 

Wenn wir jetzt nicht über A-Promis reden, sondern über die 3. bis 5. Liga, rückt meist auch die Angst vor Entführungen und ungewollten Fotostorys in der Yellowpress in den Hintergrund. Und so erscheinen öfter Kinderbilder von persönlich völlig unbekannten Personen in der Timeline, als ich mir noch vor Jahren hätte vorstellen können. Grundsätzlich ist an dem Posting von Kinderbildern wenig auszusetzen, wenn dies aber einzig den Sinn hat, die eigene Bekanntheit zu steigern, wird meiner Meinung nach eine Grenze überschritten. Gerne diskutieren wir derzeit über Medienkompetenz von Kindern und dem richtigen, vorsichtigen Umgang mit sensiblen Daten und Bildern. Wie passt es dazu, dass die Eltern recht offen Bilder der eigenen Kinder onlinestellen – mit der unterstellten Hoffnung – möglichst viele Klicks zu erhalten?

Emotionalisierung ist in der Kommunikation rund um Social-Media unerlässlich, aber vielleicht ein wenig kreativer ausgerichtet.

 

P.S. dies erinnert ein wenig an den Sonntagabend-Krimi. Manchmal kommt das Gefühl auf, ein bestimmtes Team braucht mal wieder gute Quoten – und schon kommt ein Fall, in dem Kinder Opfer verschiedenster Verbrechen sind…


Auswirkungen der eigenen Platzierung bei Google

Das die ersten Plätze bei Google besonders beliebt sind ist nichts Neues. Ebenso, dass sich ein Platz unter den ersten drei Treffern äußerst positiv auf den Traffic auswirkt. Aber wie groß ist dieser Effekt? Verschiedene Studien haben gezeigt, dass gut 50 Prozent des gesamten Traffics zu einem Suchbegriff auf die ersten vier Treffer entfallen. Die zweite Hälfte verteilt sich auf den Rest, wobei nur ein Bruchteil überhaupt noch auf die zweite Seite der Trefferliste klickt.

Vielen Seitenbetreibern ist gar nicht klar, welches Potential Ihnen zur Verfügung steht, wenn sie es schaffen auf die vorderen Plätze zu kommen. Gut konnten wir dies diese Woche bei einem unserer Kunden beobachten. Die Webseite war zu einem wichtigen (globalen) Stichwort konstant auf den Plätze 10-15 gelistet. Durch konsequenten Content- und Linkausbau ist diese Woche der Sprung auf den ersten Platz gelungen, was gleichzeitig einen fünffach höheren Traffic zu diesem einen Stichwort zur Folge hatte.

Auswirkung einer Top Platzierung auf Google für den Traffic

 

Die Graphik zeigt den Sprung ganz deutlich an. Eine solche Steigerung des Traffics wäre mit AdWords zu dem Stichwort für den Kunden nicht möglich gewesen, weshalb sich früh auf SEO und Contentmanagement konzentriert wurde, eine Taktik die aufgegangen ist. Langfristig lohnt sich meist eine strategische Suchmaschinenoptimierung, wenn eine realistische Chance besteht, auf die ersten Plätze zu kommen.


Wenn die Stadt Hamburg Guerilla-Marketing betreibt…

… ist daran grundsätzlich nichts auszusetzen.

Guerilla Marketing in Hamburg Bahrenfeld

Guerilla Marketing in Hamburg Bahrenfeld

In der Nähe unserer Agentur, an einer großen Kreuzung, ist mir dieses schöne weiße Fahrrad aufgefallen, welches da schon den einen oder anderen Tag steht. Bei genauerem Hinsehen, entpuppte es sich als Werbeträger für eine Gemeinschafts-Kampagne für mehr Rücksicht im Strassenverkehr. Daran gibt es wirklich nichts auszusetzen – ganz im Gegenteil.

Komisch wird das ganze aber dadurch, wenn man aus eigener Erfahrung weiß, wie streng die Stadt ansonsten mit solchen Werbeformen umgeht. Werbung an Häuserwänden jenseits des Erbringungsortes ist nur von großen Firmen realisierbar und auch bewegliche Werbeträger werden nicht wirklich gerne gesehen. Wenn es aber um die eigenen (ehrbaren) Anliegen geht, spielt das keine Rolle? Es bleibt ein Geschmäckle. Trotzdem eine gute Aktion!


Shit! Ein Sturm!

Ein Phänomen, welches in der vergangenen Woche um sich griff, erregt derzeit die Social-Media-Profis. Nicht zuletzt, weil sie erst selbst sehr spät davon erfahren haben – was vielleicht auch Kern des Übels ist.

Aber der Reihe nach: Falsche Rechnungsbeträge, Schlechte Wissens-Qualität und 39 Cent mehr für einen Burger. Diese drei einfachen Inhalte haben das geschafft, wovon Social-Media-Beauftragte nur träumen können: eine unglaubliche Reichweite. Wie die Themen vermuten lassen, waren es für die Unternehmen aber nicht besonders gute Nachrichten. Vielmehr haben Personen recht subjektiv einfach mal der Schreibfeder und Ihren Frust freien Lauf gegeben. Da beschwert sich eine junge Frau über andauernd falsche Rechnungen von Vodafone, ein Hamburger Schüler findet es unvorstellbar dass das „Wissensmagazin“ Galileo Pazifik und Atlantik verwechselt und ein anderer beschwert sich über die regionale Preiserhöhung für Burger, nicht zu vergessen auch H&M hat sein Fett bezüglich des Services im Onlinehandeln abbekommen.

Allen gemein ist, dass sie binnen Tagen zig tausende von Likes und Kommentaren einheimsten – und das in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Also wird allgemein von einem Shitstorm gesprochen. Aber halt, irgendetwas unterscheidet sich von der Shitstorm-Welle etwa vor der Fussball-Europameisterschaft. Nicht viele Personen posten an den Walls der Unternehmen zum Teil vorgefertigte Texte, sondern viele – sehr viele – beziehen sich auf einen einzigen Post. Das ist ein elementarer Unterschied.

Aber wie kommt ein solcher Sturm der Entrüstung zustande? Die banale Antwort wäre: Jeder wurde schon mal von einem großen Unternehmen enttäuscht. Jeder hat sich schon mehrfach über falsche Telefonrechnungen oder ein beschädigtes Paket geärgert. Ein Post, der dies auch nicht ganz unsüffisant darstellt, wird dann gerne geliked. Ähnlich wie Zusagen zu irgendwelchen Aktionen schnell gemacht sind und am Ende kommen dann nur fünf Personen. In vielen Blogbeiträgen zu diesem Thema findet sich der Hinweis, dass die Social-Media-Profis erst sehr spät von dieser neuen Welle erfahren hätten, was, so der häufige Hinweis, eine Manipulation nahelegt. Vielleicht ist es aber auch viel einfacher und Facebook besteht aus verschiedenen kleinen „Welten“ (um nicht Luhmanns „Systeme“ ins Spiel zu bringen) die mehr oder weniger abgeschottet voneinander agieren, und die Menschen die dort gepostet haben sind halt anders vernetzt als die Profiblogger und Umweltaktivisten (die Initiatoren von vor der EM). Und so ein Solidaritäts-Like ist halt auch schnell gemacht, zudem ist das Meckern über große Unternehmen bei jeder Party eine Geschichte wert.

Zu banal? Ich denke schon. Trotzdem reicht meine Phantasie nicht aus, dass Konkurrenten oder Firmen die Monitoringsysteme anbieten einen solchen Shitstorm steuern oder zumindest initiieren würden. Wenn das raus kommt – und irgendwann kommt ja immer alles raus, wäre der Imageschaden zu groß. Vielleicht liegt es auch an einem geändertem Algorithmus von Facebook, der Unternehmensmeldungen wieder vermehrt in den Timelines auflaufen lässt, so dass Einträge von Fans mehr Beachtung finden, meine Meinung ist die kombination von beidem, wofür meiner Meinung auch die Zeitspanne von guten 9 Stunden spricht, in der die meisten Aktivitäten zu beobachten war. Ist das nicht in etwa die Zeitspanne, die man sich in seiner Timeline so anschaut, wenn man mal schaut, was es so neues bei Facebook gibt?

Beachtenswert ist auch der Umgang der Firmen. Beispielsweise hat Vodafone im Hintergrund den Fall geklärt und es anschließend veröffentlicht. So einfach kann es sein, ich denke nicht, dass so ein Imageschaden für die Marke entstanden ist. Vielmehr zeigt es, dass Kommunikation im Social-Media-Umfeld nicht unnötig kompliziert gestaltet werden muss: Erst mal Ruhe bewahren, der Kernfrage auf den Grundgehen und dann kommunizieren.

 


Alpecin – Doping für den Radsport

Vor einigen Monaten hat der Pharmahersteller Dr. Wolff mit seiner Haarshampoomarke Alpecin mit der Verpflichtung von Jan Ulrich Schlagzeilen als Testimonial Schlagzeilen gemacht. Ob es eine gute Wahl war möchte ich nicht beurteilen, kritisch oder amüsant wird das ganze mit dem Alpecin-Slogan „Doping für die Haare“. Jan Ulrich ist ja jetzt nicht für seine selbstironische Art bekannt, was die Kombination von Testimonial und Claim dann doch fraglich erscheinen lässt. Trotzdem hat die Präsentation von Jan Ulrich als Markenbotschafter es in viele Medien geschafft, was der (ein wenig angestaubten) Marke sicher mehr genützt als geschadet hat. Gleichzeitig engagiert sich Alpecin schon länger im Radsport, weshalb die Verpflichtung auch nicht völlig überraschend kam.

Am Rande der gerade gestarteten 99. Auflage der Tour de France verdichten sich Meldungen, dass Alpecin sein Engagement im Radsport weiter ausbaut und wohl Namenssponsor für ein neues deutsches Profiteam wird. Als Fahrer sind die bekannt deutschen Fahrer Linus Gerdemann und Jens Voigt im Gespräch, aber auch die durchaus erfolgreichen Schleck-Brüder als Topfahrer, die sich in dem ehemaligen Armstrong-Rennstall nicht richtig wohlfühlen.

Ich würde es wirklich mutig finden, wenn dann auf den rot-weißen Trikots in großen Buchstaben „Alpecin – Doping fürs Haar“ stehen würde. Das wäre ein wirklich neuer kommunikativer Ansatz in der Dopingdiskussion im Radsport.

Ein von Alpecin unterstütztes Amateurteam

Ein von Alpecin unterstütztes Amateurteam