Schlagwort-Archive: Marketing

Onlinemarketing – schwer zu fassen

OnlinemarketingOnlinemarketing ist wichtig, Onlinemarketing gehört in den Marketingmix und die Bedeutung des Onlinemarketings im Marketingmix nimmt zu. Soweit scheint Einigkeit zu herrschen, aber was genau ist Onlinemarketing? Bei der Definition gibt es wenig Diskussionsbedarf, wie diese Definition aber mit Leben gefüllt wird – da gibt es ganz unterschiedliche Ansätze. Das Onlinemarketing alles betrifft, was mit Hilfe des Internets zu generieren ist, scheint klar, dass es hier aber ganz unterschiedliche Strömungen gibt, die sich derzeit immer mehr differenzieren, schon nicht mehr. In  der Volksstimme war etwa ein Artikel zu lesen, der die Bedeutung des Onlinemarketings hervorhob, dabei aber übersah, dass es schon ein Unterschied ist, ob rein technische Suchmaschinenoptimierung oder Contentmarketing in Social Networks betrieben wird. Beides ist zweifelsfrei in den Bereich Onlinemarketing einzuordnen, erfordert jedoch ganz andere Fertigkeiten und Ausrichtungen. 

So hat sich der Schwerpunkt des Onlinemarketings in den vergangenen Jahr spürbar verschoben. Waren es zunächst vor allem technische Fertigkeiten, die nicht nur bei der Programmierung von Onlinelösungen wichtig waren, sondern auch in Bereichen wie eben der Suchmaschinenoptimierung. Nach diversen Googleupdates rücken mehr und mehr die inhaltlichen Gesichtspunkte in den Mittelpunkt. Welche Inhalte möchte ich dem User auf welche Weise zur Verfügung stellen. Inhalte sind auf der Webseite wichtiger als technische SEO, Newsletter werden geöffnet, wenn der Inhalt den Bedürfnissen des Empfängers entspricht und Posts bei Facebook werden geteilt und kommentiert wenn sie dem Leser emotional ansprechen. Den Erfolg im Onlinemarketing macht also immer mehr der Inhalt aus, während die Technik eher die Grundlage bildet. Hier nähert sich das Internet und damit der Zweig Onlinemarketing mehr und mehr klassischen Medien an. Kein Mensch interessiert es heute, wie ein Flyer oder Magazin gedruckt wird. Dennoch gibt es natürlich eine ganze Reihe von Unterschieden, die vorallem die Messbarkeit angeht, dennoch bin ich mir sicher, dass es mehr und mehr eine Trennung von Technik und Content geben wird, die meiner Meinung in erster Linie einem zu Gute kommen wird: dem Kunden, der zielgruppengerechte Werbung erhält.


Markenbekanntheit durch Sponsoring

Bekanntlich sind wir dem Rennradsport verfallen und wie bei jedem Sport ist das eigentlich spannende der Blick über den Tellerrand und das drumherum. So ist für uns die Transferperiode auch der eigentliche Spaß an der Bundesliga.

Rennrad, Sponsoring, Marketing

Klare Markenbotschaft beim Team Sky und Ausrüster adidas

Auf dem lesenswerten Blog „Goldene Speichen“ sind wir auf einen Eintrag gestoßen, der sich mit dem Return of Investment beim Sponsoring im Profiradsport beschäftigt. Grundlage für den Artikel ist eine Studie, dessen Ergebnisse sich hier vollständig herunterladen lassen. Insgesamt zeichnet die Studie ein sehr positives Ergebnis, gerade wenn ein Team nur von einem Unternehmen gesponsert wird und das eine entsprechende Medienpräsenz erfährt. Aktuell sind hier vor allem die Teams Sky, BMC und Europcar zu nennen. Stark abgeschwächt treffen die Aussagen sicherlich auch für erfolgreiche Jedermann-Teams wie das von Merkur-Druck zu. Die Ergebnisse in der Übersicht:

  • Very few global brands participating in a global sport. Sponsors from the traditional heartlands of the sport still dominate. Big opportunities for new entrant international brands to the sport.
  • Professional cycling sponsorshio delivers substantial and efficient media exposure returns. The sport´s appeal is broader thand eber before and title sponsorship creates unique opportunities to sponsors cocerned about brand clutter in sport
  • Performance on the road and media exposure returns aren´t direct correlation. Aggraessive riding tactics and best practice in kit branding impacts greatly on media value delivered to sponsors
  • Cycling fans appreciate the integral role that sponsors play in ther sport. They are more engaged with sponsors, more favourable towards their products and are early adopters of new technologies.
  • The Tour den France dominates the commercial landscape of cycling, accounting for nearly four fifths of WorldTour team exposure. Undoubtedly Le Tour is good for professional cycling but more effort is required to promote, package and present the sport more consistently to consumers across the season.

Eine detaillierte Auswertung ist auf den beiden genanten Seiten zu lesen.

Um die Annahmen mit einer Zahl zu untermauern: Die Studienmacher gehen davon aus, dass Adidas als Ausrüster des Teams Sky im vergangenen Jahr Werbeplatzierungen von über 100 Millionen Doller durch das Sponsoring erreicht hat. Die typischen drei Streifen and en Ärmeln waren selbst aus der Hubschrauberperspektive gut zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, dass sich Rad-Profimannschaften nur durch das Sponsoring des Namensgebers und der Ausrüster finanzieren. Weitere Einnahmequellen wie Ticketverkauf oder TV-Gelder haben die Teams nicht. Vielleicht fällt es den vielen Teams, die auf der Suche nach einem neuen Sponsor sind mit der Studie etwas einfacher einen neuen Geldgeber zu finden, es gibt ja viele positive Beispiele. So konnte der Hörgerätehersteller Phonak seine Markenbekanntheit durch das Sponsoring weltweit enorm gesteigert. Auch die Doping-Skandale um Floyd Landis haben der Markenbekanntheit keinen Abbruch getan – ein besonderer Umsatzrückgang nach dem Auffliegen wurde ebenfalls nicht verzeichnet.

Da der Radsport ein riesiger Markt ist und Fans offensichtlich bereit sind eher Marken zu kaufen, die sie aus dem Profibereich kennen, leuchtet es ein, dass viele Hersteller ein eigenes Team unterhalten. BMC und Cannondale als Hauptsponsoren, oder Shimano als Co-Sponsor sind nur einige Beispiele. Gleichzeit ist vielleicht genau das für andere Markenhersteller die Chance weltweite Bekanntheit zu einem vergleichsweise günstigen Preis zu erhalten.


Wenn die Stadt Hamburg Fahrradfahrer unterstützen will

Im Oktober vergangenen Jahres hatten wir an dieser Stelle über eine Guerilla-Aktion der Stadt Hamburg geschrieben. Ein Rad wurde an einer belebte Kreuzung aufgestellt, in dessen Rahmen ein Schild der Aktion „hab Dich im Blick“ angebracht war. Zweifelsfrei eine gut gemeinte Aktion. Damals störte uns etwas, dass man als Stadt nicht auf Werbeformen zurückgreifen sollte, die man im Rahmen der Ordnungspolitik mit viel Aufwand versucht zu verhindern.

Guerilla Marketing in Hamburg Bahrenfeld

Stein des Anstoßes unseres ersten Artikels

 

Nun ist im Blog des Satiremagazins extra3 ein Bild der gleichen Werbekampagne aufgetaucht. Dies zeigt das Nehme-Rücksicht-Motiv auf einem Aufsteller, der aber den eh schmalen Fuss- und Radweg noch enger macht, so dass Radfahrer eigentlich nicht mehr vorbeikommen. Gut gemeint ist halt mal wieder nicht gut gemacht, und zeigt, dass bei Werbekampagnen die gesamte Tiefe der Aktion beachtet und geplant werden muss.

Hab Dich im Blick

Der versperrte Radweg


Der richtige Ort für Corporate Blogs

Contentmarketing ist derzeit eines der am meisten diskutierten Themen in Bezug auf Suchmaschinenmarketing – wobei meist gar nicht so viel diskutiert wird, sondern vielmehr vermeintliche Wahrheiten veröffentlicht werden. Dies gepaart mit den klassischen SEO-Ratgebern kann meiner Meinung nach zu ungünstigen Konstellationen auf Webseiten führen – aber der Reihe nach.

I. Die Ausgangslage

Nach den diversen Google-Updates rücken die Inhalte mehr und mehr ins Zentrum bei der Optimierung von Webseiten. Was zu deutlichen Abstrafungen von Linkfarmen geführt hat und Seiten, die großen Wert auf Usability und Informationen setzten nach vorne schob. So  weit nichts Neues.

 2. Die Links

Webkataloge, Branchenbücher und Linkfarmen spielen bei der Suchmaschinenoptimierung kaum noch eine Rolle. Auch der immer noch nicht gänzliche verschwundene PageRank liefert keinen allzu guten Ansatz, ob ein Link eine Seite nach vorne bringt. Contentgebundene Links sind das Gebot der Stunde. Artikel in echten Blogs und Zeitungen sind gefragt, aber schwer zu bekommen, eine Branche orientiert sich um und entwickelt mehr und mehr unique Inhalte, was vor allem dem User zu Gute kommt.

Blog als SEO-Instrument

Blog als SEO-Instrument

3. Der SEO-Tipp

Kein Ratgeber kommt ohne den Tipp aus, dass ein Unternehmen einen Corporate-Blog schreiben sollte. Die Ziele liegen auf der Hand. Ein Blog kann durch die eher lockere Schreibe mehr emotionalisieren und es ist auch immer ein Blick über den Tellerrand möglich, der vielleicht auf der Hauptseite Verwunderung auslösen wurde. Also einen Blog erstellen! Vorher aber einen Themenplan anlegen 😉

4. Die technische Seite

Jetzt nähern wir uns dem eigentlichen Problem: Wo tue ich meinen Blog hin? Erst gestern bin ich über ein Whitepaper eines namhaften Unternehmens gestolpert, welches sich sehr stark machte, das ein Blog unbedingt auf der Hauptdomain liegen müsse. Also in der Form: meinunternehmen.de/Blog Ein Standardtipp.

Für dieses Vorgehen gibt es eine ganze Menge guter Gründe und ist sicherlich nicht falsch – denn das ist mein zentrales Anliegen, es gibt kein richtig oder falsch, es muss vielmehr nach den Gegebenheiten geschaut werden. Oftmals kann es sinnvoller sein, den Blog auf eine andere Domain, etwa mein-starkes-Keyword.de auszulagern.

5. Kein richtig oder falsch

Am Anfang muss die Überlegung stehen, was möchte ich mit meinem Blog und wie schaut meine Hauptwebseite aus. Wenn die Hauptseite nur aus sehr wenig Text besteht, sollte der Blog auf jeden Fall auf der gleichen Domain liegen, um die Domain mit Content anzufüttern. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die Seite vor allem über die starken Contentseiten aufgerufen wird und der eigentliche Inhalt in den Hintergrund gerät.

Besteht die Hauptseite aus ansprechendem Content in ausreichender Menge – etwa bei Onlineshops, in denen viel Wert auf ausführliche Produktbeschreibungen gelegt wird, halte ich es für sinnvoller den Blog auf eine neue Domain bei einem anderem Hostingservice zu legen.

Der Grund ist für mich folgender: Mit einem externen Blog bin ich in der Lage die Links zu generieren, die für Google gerade hoch im Kurs sind. Thematisch passende Links von einer externen Domain. Dies bedeutet jedoch, dass ich mich um die Verbreitung des Blogs ähnlich intensiv kümmern muss, wie um meine Hauptseite, damit die Strahlkraft entsprechend groß wird. Früher waren mal Satelliten-Systeme beliebt, sind dann aber in Verruf geraten, weil nicht genügend Elan und Sorgfalt investiert wurden, so sind die Systeme schnell aufgeflogen und führten zur einer Abstrafung der Hauptseite. Gut gepflegt erreichen Satelliten selbstverständlich ihr Ziel. Die externe Domain hat zudem noch den Vorteil, dass keywordstarke Domains gewählt werden können. Man schafft sich seine starke Verlinkung quasi selbst.

Fazit

Die Anforderungen ans SEO ändern sich permanent und die Lösungen hängen immer mit der jeweiligen (Konkurrenz-) Situationen zusammen, weshalb es selten pauschale Lösungen gibt. Ein Blog ist eine gute Sache, wenn er regelmäßig gepflegt und aktualisiert wird. Ein veralteter Blog ist vielleicht fürs SEO gut, für das Image nicht.


Happy Holidays

So wenig los hier!

In den vergangenen Wochen ist es hier etwas ruhiger geworden – aber nicht weil uns die Themen ausgegangen sind, sondern weil wir vor Weihnachten noch drei tolle Projekte fertig gestellt haben.

Für Fromm Seminare, einem Anbieter für Managementseminaren mit dem Schwerpunkt auf Rhetorikthemen, haben wir den Internetauftritt komplett überarbeitet und onlinegestellt. An dieser Stelle möchten wir besonders auf den ConnectigClub hinweisen. Eine tolle Veranstaltungsreihe, auf der es immer neue Inspirationen zu erleben und -lernen gibt – und das alles für einen unschlagbaren Preis. Es lohnt sich.

Auch premesports.de hat von uns eine neue Homepage erhalten. Für den Anbieter von exklusiven Sportevents haben wir verschiedene Webseiten zentral zusammengefasst und mit einer klaren, emotionalen Design versetzt.

Das dritte Projekt ist noch nicht ganz abgeschlossen – was in diesem Falle gut ist. Das Emilie Wüstenfeld Gymnasium hat sich entschieden, geplanten Lerninhalte für Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern offen und transparent auf einer Curricula-Webseite zu präsentieren. Die Lehrer/innen können selbstständig an den Lehrinhalten arbeiten und das Projekt weiterführen und -entwickeln. Wir haben dafür die technischen Voraussetzungen und einen ersten Grundstock an Inhalten geschaffen und sind gespannt wie es weitergeht.

Und sind die nächsten Pläne? Die ersten Projekte für das neue Jahr sind schon in der Pipeline. Neben den Ausbau unseres Seminarangebots, ist es in erster Linie ein größeres Portal rund um Ernährung für Tiere, welches uns derzeit beschäftigt.

Nun verabschieden wir uns in eine kurze Weihnachtspause, bedanken uns bei allen Kunden, Partnern und Lesern und wünschen

Happy Holidays!


Wenn die Stadt Hamburg Guerilla-Marketing betreibt…

… ist daran grundsätzlich nichts auszusetzen.

Guerilla Marketing in Hamburg Bahrenfeld

Guerilla Marketing in Hamburg Bahrenfeld

In der Nähe unserer Agentur, an einer großen Kreuzung, ist mir dieses schöne weiße Fahrrad aufgefallen, welches da schon den einen oder anderen Tag steht. Bei genauerem Hinsehen, entpuppte es sich als Werbeträger für eine Gemeinschafts-Kampagne für mehr Rücksicht im Strassenverkehr. Daran gibt es wirklich nichts auszusetzen – ganz im Gegenteil.

Komisch wird das ganze aber dadurch, wenn man aus eigener Erfahrung weiß, wie streng die Stadt ansonsten mit solchen Werbeformen umgeht. Werbung an Häuserwänden jenseits des Erbringungsortes ist nur von großen Firmen realisierbar und auch bewegliche Werbeträger werden nicht wirklich gerne gesehen. Wenn es aber um die eigenen (ehrbaren) Anliegen geht, spielt das keine Rolle? Es bleibt ein Geschmäckle. Trotzdem eine gute Aktion!


Leben Totgesagte länger?

Nach diversen Blogbeiträgen und der mehrwöchigen Berichterstattung von SpiegelTV schien Groupon ein Hut von gestern zu sein. Nun habe ich in den vergangenen Wochen von mehreren Kunden gehört, dass Groupon wieder aktiv auf sie zugegangen ist. Das Angebot war immer ähnlich und bekannt: Geforderter Preisnachlass von mindestens 70 Prozent, geforderte Provision mindestens 60 bis 80 Prozent Preisnachlass. Dazu die Weigerung, ein niedriges Limit für die Anzahl der Angebote einzubauen. Im Klartext bedeutet das: Eine therapeutische Behandlung bei einer Einzelunternehmerin kostet regulär beispielsweise 70 Euro die Stunde. Bei Groupon wird sie für 21 Euro Angeboten, von diesen 21 Euro gehen 50 Prozent als Provision an Groupon. Von den verbleibenden 10,50 Euro müssen 19 Prozent Mehrwertsteuer abgeführt werden, bleiben 8,82 Euro für 60 Minuten.

Wenn nun das Kontigent nicht reguliert und vielleicht 200 Stück verkauft wurden (was bei Groupon & Co nicht besonders viel ist), bedeutet dies für die Praxis: 200 x 8,82 Euro = 1764 Euro. Und das für vier volle Arbeitswochen und zur Bedienung sämtlicher geschäftlicher und unter Umständen auch privater Kosten. Die Kunden müssen das Geld ja sofort an Groupon überweisen, der Dienstleister bekommt es aber erst nach erbrachter Leistung. An sich ist das alles nicht schlimm, nur muss bedacht werden, dass in der Zeit keine anderen Kunden bedient werden können und es sich in der Praxis gezeigt hat, dass die meisten Kunden, die über Schnäppchenportale kommen, keine Stammkunden werden.

Durch die verschiedene Medienberichte gibt es viele dokumentierte Beispiele, wie Unternehmen durch die hohen Verkaufszahlen und dem viel zu niedrigem Preis herbe finanzielle Verluste einstecken mussten. Das genannte Beispiel ist eine Zusammenfassung verschiedener Angebote, die zum Teil noch drastischere Ausmaße hatten. Wenn man sich dafür entscheidet ein Angebot bei Groupon einzustellen (und es gibt ja auch gute Gründe dafür), sollte auf jeden Fall genau bedacht werden, wie viele Angebote insgesamt verkauft werden sollen, damit die Flut an Kunden nicht zur Pleite wird.